Weltweite Lobby für Rechte der Natur

ELGA: weltweit aktiv für die Rechte der Natur

ELGA Gründungsmitglieder: In der Mitte Maria Mercedez Sanches (UNO)

Siena, 12. Oktober 2017. Mit der OSLO Manifest hatten die Teilnehmer im letzten Jahr die Grundlagen für ihre Zusammenarbeit gelegt. ELGA versteht sich als Lobby für die  Rechte der Natur und viele ELGA-Mitglieder sind schon heute in internationalen Gremien (UNO, IUCN) oder in Initiativen und Umweltorganisationen tätig.

Maria Mercedes Sanchez überbrachte  die Grüße der UNO-Initiative "Harmony with Nature".  Die Experten ließen im Laufe der Tagung keinen Zweifel daran, dass der Versuch, mit Umweltschutz-Gesetze die Lebensgrundlagen der Menschheit zu sichern gescheitert ist, und dass dieses Scheitern "System" hat. 

Das Umweltrecht - so effizient und wichtig es in manchen Hinsichten sei - behandle Mutter Erde wie eine Sache und ignoriere, wie sehr in der Natur Alles mit Allem zusammenhänge. Es sei eurozentrisch und anthropozentrisch. Es stelle die Bedürfnisse des Menschen an die erste Stelle, werde damit der Tragweite des Problems nicht gerecht. 

Earth Law: Die Gesetze der Erde sind nicht verhandelbar

Nur eine schnelle Anerkennung der Tatsache, dass die Gesetze der Erde dem Menschen Grenzen setzen, könne jetzt noch helfen. Sie forderten die Regierungen der Welt auf, sich als Schutzherren der Natur zu verstehen und ihre Verantwortung, ihre BürgerInnen vor Schaden zu bewahren, ernst zu nehmen. Anders als Umweltgesetze seien die Gesetze der Natur unverhandelbar. Diese Tatsache weiterhin zu leugnen, sei unverantwortlich und extrem gefährlich. 

WWF: 2020 entscheidet sich die Zukunft der Menschheit 

Der schnell voranschreitende Klimawandel und der dramatische Verlust an Arten erfordert, so die WWF-Vertreterin, schnelles Handeln. Sie mahnte, dass die Menschheit einen historischen Moment durchlebe. Wenn in den nächsten drei Jahren nicht eine echte Umkehr erfolge, sei es zu spät. Der WWF gehe davon aus, dass 2020 zum Schicksalsjahr der Menschheit würde. 

In den Vorträgen und Diskussionen wurde der enge Zusammenhang zwischen den Sustainable Development Goals (SDGs) und den Rechten der Natur deutlich. Die SDGs sind - aus Sicht der ELGA Experten - nur zu erreichen, wenn ein echter Paradimawechsel stattfinde. Sie fordern dass Verfassungen und Rechtsordnungen, Natur als gleichberechtigten Partner mit unverhandelbaren Rechten anerkennen. Das heute geltende Recht sei anthropozentrisch und nicht in der Lage den Schutz zu gewährleisten, den die Natur jetzt brauche. 

Wenn es nicht gelinge die Earth-Law - also die Gesetzte der Natur - überall zu ihrem Recht kommen zu lassen, bestehe wenig Hoffnung, dass die Lebensgrundlagen des Menschen gesichert werden könnten. 

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