Rechte für die Natur - Initiative für eine Grundgesetzreform

Unser Tierschutzgesetz schützt nicht die Tiere, sondern regelt ihre Nutzung. Unser Artenschutzgesetz unterliegt regelmäßig vor Gericht, wenn es um die wirtschaftlichen Interessen von Landwirten, Eigentümern und Investoren geht. Die Umweltschutzgesetzgebung regelt die Zerstörung der Umwelt, aber beendet sie nicht. Damit die Natur (Ökosysteme, Flora und Fauna) den Schutz erhält, der so dringend erforderlich ist, fordern wir die Ökologisierung des Rechts und Eigenrechte für die Natur.

Im Netzwerk Rechte der Natur haben sich Juristen und Juristinnen, Experten und Expertinnen, Organisationen, engagierte Bürger und Bürgerinnen und Initiativen zusammengeschlossen und einen Vorschlag für eine Grundgesetzreform erarbeitet. Denn trotz ausufernder Umweltschutzgesetzgebung und -bürokratie ist es nicht gelungen, das Artensterben, die Zerstörung vieler Ökosysteme sowie die Klimakrise  zu stoppen. Diese Weiterentwicklung unseres Grundgesetzes ist aus unserer Sicht keine hinreichende, wohl aber für eine zwingend notwendige Voraussetzung zur Lösung der ökologischen Krise.

Laden Sie das Papier herunter, das diesen Vorschlag begründet und die Reformvorschläge für das Grundgesetz darlegt. Hier geht es zum Download des Grundgesetzreform-Vorschlages.

 

Rechte für die Natur - Unser Vorschlag für eine Grundgesetzreform

Grundgesetz Gesetzestext (neu = fett)
GG Art. 1
Abs. 1 unverändert
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
GG Art. 1
Abs. 2 neu
(2) „Die Würde der Natur gebietet, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, zu pflegen und zu wahren und den Eigenwert der natürlichen Mitwelt im Ganzen der Natur zu achten."
GG Art. 1
Abs. 2 wird Abs. 3
(3) Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten und Rechten der Natur als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
GG Art. 1
Abs. 3 wird Abs. 4
(4) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
GG Art. 2
Abs. 1
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit soweit er nicht gegen die Rechte anderer einschließlich der natürlichen Mitwelt oder gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz
verstößt.
GG Art. 14
Abs. 2
Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit und der natürlichen Mitwelt dienen.
GG Art. 19
Abs. 4 neu
Abs. 4 (alt) wird Abs. 5
(4) Die Grundrechte gelten auch für die Natur, soweit sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind. Die Natur ist rechtsfähig. Sie ist durch die Gesetzgebung, durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung maßgeblich
zu achten und zu schützen.
GG Art. 20 a Jedes Lebewesen hat seine naturgegebene Würde und das Recht - im Rahmen natürlicher Kreisläufe, Nahrungsketten und Biotope -, seiner Natur nach zu leben. Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die Rechte der Natur, die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die
vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.
GG Art. 56 und Art. 64
Abs. 2
"Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, die natürliche Mitwelt schützen, das Grundgesetz des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben werde. So wahr mir Gott
helfe."

Was geschieht nun? Was können Sie tun?

Wir werden diese Vorschläge am 22. April 2022 auf einer Pressekonfernz vorstellen und in den nächsten Wochen und Monaten an die Politik herantragen. Wir werden das Volksbegehren Rechte der Natur (Bayern) unterstützen und alle weiteren Landes- und Bundesinitiativen, die sich für die Rechte der Natur einsetzen.

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen mit Ihrer Unterschrift hier und / oder bestellen Sie unseren Newsletter, damit wir Sie auf dem Laufenden halten können. Mit dem Newsletter erfahren Sie regelmäßig was sich international und bei uns in Sachen „Rechte der Natur“ entwickelt.

Wie möchten Sie uns unterstützen?*
Was ist die Summe aus 8 und 8?

Die mit einem * markiereten Felder dürfen nicht leer bleiben.
Sie können Ihre Einwilligung(en) jederzeit widerrufen.
Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Nach dem Absenden bekommen Sie eine E-Mail an die o.g. Adresse mit einem Bestätigungslink. Erst nach dem Klick auf den Bestätigungslink wird Ihr Name hier veröffentlicht und/oder Sie bekommen unseren Newsletter. Der Link ist 24h gültig. Wenn Sie keine E-Mail bekommen, schreiben Sie uns an info@rechte-der-natur.de.

Unsere Unterstützer und Unterstützerinnen

name ort organisation
Dr. Susanne Nagel-Barth 22926 Ahrensburg NABU Hamburg, Gruppe Walddörfer
Dieter Siebeneicher Hamburg NABU Hamburg , Gruppe Eimsbüttel
Martin Stankewitz Maulbronn Bürgerinitiative "Folgenutzung Steinbruch Lauster"
Edmund A. Spindler Hamm/Westf.  
Bernd le Grand    
Uta Hörnicke Leipzig  
Thomas Moder    
Armin Gehlke Markkleeberg  
Carsten Westphal Hamburg  
Aglaia Hajkova Berlin Bürgerinitiative Volksbegehren: "Rechte der Natur" in die berliner Landesverfassung!
Annette Seifert Freudenberg Ev. Pfarrerin
Johannes Schmidt 94161 Ruderting Katholische Landvolkbewegung KLB e. V. Diözese Passau
Aglaia Hajkova Berlin  
Michael Krämer München PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)
Franziska Utomo Nürnberg  
Tatiana Jakob 72348 Rosenfeld  
Stefanie Heigl Töging  
Markus Heigl Töging am Inn  
DR ANETTE WEISE Essen  
Pathik aka Andreas Hage Schäftlarn  
Prof. Dr. J. Alexander Schmidt Ahrenviölfeld  
Elisabeth Hagopian 25885 Ahrenviölfeld  
Sandro Uhlig    
Bernhard Eichler Nürnberg  
Simon Augustin    
Tim Mammitzsch    
Marina Conscience    
Sven Hirt    
Isabel Hofherr    
Katja Finkl    
Larissa Egerer    
Ramona Falter    
Lukas Boneder    
Dr. Ralph Neuberth    
Hans Leo Bader    
Hans Georg Hansen    
Annette Geiger    
Christoffer Greiß