Diskussion
03.
Jul
Der Lech als Person? Bürgerrat für die Rechte des Lechs
Volkshochschule Füssen
Am 3. und 4. Juli 2026 findet an der Volkshochschule Füssen der Bürgerrat „Rechte für den Lech?“ statt. Die Veranstaltung greift eine Frage auf, die weltweit zunehmend diskutiert wird: Können Flüsse, Wälder oder andere Ökosysteme eigene Rechte erhalten und ihre Interessen vertreten lassen?
International gibt es bereits mehrere Beispiele. So wurde 2017 in Neuseeland der Whanganui-Fluss als Rechtssubjekt anerkannt. Auch dem Ganges in Indien sowie dem Ökosystem der spanischen Lagune Mar Menor wurden Rechte beziehungsweise Rechtspersönlichkeit zugesprochen.
Im Rahmen des Bürgerrats laden Prof. Dr. Tanja Seider und die Künstlerin Julia Hiemer dazu ein, gemeinsam über die Zukunft des Lechs nachzudenken. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft, Naturschutz, Kunst und Bürgerschaft zusammengebracht. Ziel ist es, auszuloten, wie gesellschaftliche Entscheidungen aussehen könnten, wenn auch die Interessen von Flüssen und anderen Lebewesen stärker berücksichtigt werden.
Das Format verbindet Wissensvermittlung, Diskussion und kreative Methoden. Am Ende erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Empfehlungen für das Zusammenleben mit dem Lech und diskutieren mögliche Rechte des Flusses.
Wann & Wo? Der Bürgerrat findet in zwei Einheiten in der Volkshochschule Füssen statt, in direkter Nähe zum Lech: am Freitag, 3. Juli 17.30-19 Uhr und Samstag, 4. Juli, 9 -14 Uhr.
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Christine Ax