Podcast

Indigenes Wissen der Māori als Schlüssel für nachhaltige Forschung

von Christine Ax

Was passiert, wenn Wissenschaft nicht nur Daten produziert, sondern Beziehungen aufbaut? In dieser Folge der Podcast-Serie Changemakers erzählt die neuseeländische Bodenchemikerin Amanda Black, wie sich Forschung grundlegend verändert, wenn sie von indigenen Werten geleitet wird.

Als Direktorin von Bioprotection Aotearoa arbeitet Black eng mit Māori-Gemeinschaften zusammen, um Ökosysteme zu schützen, von Wäldern bis zu landwirtschaftlichen Flächen. Doch ihr Ansatz geht weit über klassische Umweltforschung hinaus. Im Zentrum stehen Werte wie te pono, Integrität, te aroha, Respekt und Gegenseitigkeit, sowie tika, das Richtige aus den richtigen Gründen zu tun.

Der Podcast gibt Einblick in eine Wissenschaft, die nicht im Labor endet, sondern im Austausch mit den Menschen beginnt, die mit dem Land leben. Black beschreibt, warum Vertrauen, Zuhören und gemeinsame Entscheidungsprozesse entscheidend sind und warum viele wissenschaftliche Projekte scheitern, wenn sie diesen Schritt überspringen.

Besonders eindrücklich ist ihre Kritik an einer Forschungskultur, die oft von Wettbewerb und kurzfristigen Ergebnissen geprägt ist. Stattdessen plädiert sie für langfristiges Denken in Generationen statt in Förderzyklen sowie für die Anerkennung indigener Wissenssysteme als gleichwertige Partner.

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Christine Ax

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