Am 9. Januar ist Georg Winter von uns gegangen. Er wird uns fehlen.
Georg Winter war eine der herausragenden Persönlichkeiten unserer Zeit. Er hatGeschichte geschrieben. Als Mensch, Autor, Poet, Philanthrop, Künstler und Stratege war er Segen und Inspiration für alle, denen die Natur am Herzen lag und die das Glück hatten, ihm begegnen zu dürfen. Er war immer für alle da. Seine Güte und sein Bemühen darum, der Welt, der Natur und den Menschen gerecht zu werden, seine Menschlichkeit und sein Humor waren ein Segen. Er war eine vieldimensionale Persönlichkeit und ein Mensch mit außergewöhnlich vielen Gaben. Sein großes Engagement für die Natur und den Umweltschutz war keine Selbstverständlichkeit.
Bild: Dr. Georg Winter und Christine Ax
Es gibt nur wenige Unternehmer in unserem Land, die so klug, so inspirierend und so konsequent an der Idee gearbeitet haben, dass Wirtschaften und Leben im Einklang mit der Natur möglich sind – und dass dies die zentrale Herausforderung unserer Zeit ist.
Als Pionier des betrieblichen Umweltschutzes und des Biokratie-Gedankens hat er die Grundlagen für ein Umweltmanagement gelegt, das heute in vielen Unternehmen gelebt wird.
Bild: Mai 2022 – Gründung des Vereins Netzwerk Rechte der Natur e. V.
Mit der Gründung von Organisationen wie AUGE, BAUM, dem Netzwerk Rechte der Natur sowie der Winter-Stiftung für die Rechte der Natur hat er Strukturen aufgebaut und mit groß gemacht, die über seinen Tod hinaus von Bedeutung sind und tragen.
Wir werden sein Erbe würdigen, pflegen und in seinem Sinne tätig bleiben.
Bild: Marion Lührs-Winter und Dr. Georg Winter
Wir wissen um das große Glück, das Georg Winter und Marion Lührs-Winter einander bedeuteten, und wie wichtig seine geliebten Kinder für ihn waren. Wir fühlen mit seiner Familie und seiner Frau Marion Lührs-Winter.
Georg Winter wird in unseren Gedanken und Taten weiterleben.
Lassen Sie sich von seinen Büchern und Taten inspirieren. Detaillierte Informationen finden Sie unter anderem hier.
Für die Rechte der Natur war Dr. Georg Winter in Deutschland eine zentrale Figur. Die Staatsform „Biokratie“, für die er geworben hat, hat Expert*innen aus seinem Umfeld dazu bewegt, sich wissenschaftlich mit den Rechten der Natur zu beschäftigen. In seinen Texten hat er immer wieder deutlich gemacht, dass wir Teil der Natur sind, dass Natur unsere Voraussetzung ist, und dass Menschenwürde und Menschenrechte die Anerkennung der Würde und der Rechte der Natur voraussetzen.
Ihm haben wir u. a. auch die United Flag of Nature zu verdanken, die vor dem Haus der Zukunft anlässlich des Mother Earth Day gehisst wurde und die uns bei unserer Arbeit weiter begleiten wird.
Die im Metropolis Verlag erschienene Bücherreihe Biokratie sowie die zum Thema veranstalteten Tagungen legen davon Zeugnis ab. Ohne ihn gäbe es das Netzwerk Rechte der Natur und den Verein Netzwerk Rechte der Natur e. V. ebenso wenig, wie die Winter-Stiftung für die Rechte der Natur, die sein Vermächtnis in seinem Sinne fortführen wird.
Das Netzwerk Rechte der Natur verbeugt sich vor Dr. Georg Winter. Sein Leben und seine Arbeit sind uns ein Ansporn.
Peter C. Mohr: Zum Abschied & Gedenken an Georg Winter
Georg hat sich als Mitinhaber der Firma Ernst Winter & Sohn in Gremien der deutschen Industrie und Wirtschaft engagiert, um für umweltfreundliches Verhalten nicht nur zu werben, sondern auch darum zu streiten. Dies ungeachtet dessen, dass dies auch zu Nachteilen für die Firma hätte führen können – was jedoch wohl nicht der Fall war.
Den Bau eines Kohlekraftwerkes inmitten von Hamburg hat er – gemeinsam mit anderen – verhindert. Dafür hat er Informationen aus Japan eingeholt, das damals beim Thema Emissionen aus Kohlekraftwerken führend war, und auch das Öko-Institut in Freiburg mit einem Gutachten beauftragt. Die Aktion mit Bürgervereinen nannte er
„Bessere Luft für Hamburg“ und überzeugte damit den Senat der FHH, bessere Lösungen zur Reduktion der Luftbelastung zu planen und zu realisieren.
Peter C. Mohr: „Wir waren ein Leben lang – von Kindesbeinen an – Freunde!“
Bild: links Dr. Georg Winter, rechts Peter C. Mohr
Im Gästehaus der Universität Hamburg verlieh die Winter Stiftung ihre Preise für wissenschaftliche Arbeiten zu den Rechten der Natur. Der Hauptpreis ging an Dr. Tina Rametsteiner.
Am Mother Earth Day nehmen Vertreter*innen der deutschen Zivilgesellschaft am High-Level-Meeting „Harmony with Nature and Living Well“ der 79. UN-Generalversammlung teil. Sie fordern ein Jahrhundert der Eco-Jurisprudence und die weltweite Anerkennung der Rechte der Natur – symbolisiert durch das Hissen der „Flagge der vereinten Natur“.
Im Jahr 2008, sechzig Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, wurde deutlich, dass eine Erklärung der Rechte der Natur überfällig ist. Die Initiative Rechte der Natur/Biokratie wurde ins Leben gerufen, um die rechtliche und ethische Anerkennung der Natur als Trägerin eigener Rechte voranzubringen. Das Netzwerk Rechte der Natur knüpft seither an diesen Impuls an und setzt sich für ein neues Verhältnis zwischen Mensch und Mitwelt ein, in dem gegenseitige Abhängigkeit, Verantwortung und Würde im Mittelpunkt stehen.
Die Winter Stiftung für Rechte der Natur schreibt wieder den Winter Preis aus! Bis zum 31. März 2025 können Dissertationen und juristische Aufsätze zur Verbesserung der Rechtsstellung der Natur eingereicht werden. Preise bis zu 10.000 € warten!
Freitag, den 15. Dezember findet im Gästehaus der Universität Hamburg (Rothenbaumschaussee 34) von 16.00 bis 20.00 Uhr die Auftaktveranstaltung der 2022 neu gegründeten "Winter Stiftung für Rechte der Natur" statt. Die Veranstaltung steht unter dem Thema „Rechte der Natur – Konzepte und Entwicklungen“. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag von Prof. Jochen Sohnle, Université de Lorraine/Nancy (Frankreich), zu dem Thema: „Rechte der Natur im Angesicht des Klimawandels“. An der anschließenden Podiumsdiskussion mit Prof. Jochen Sohnle (Université de Lorraine/Nancy) nehmen Jula Zenetti (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ Leipzig), Prof. Gerd Winter (Universität Bremen) und Dr. Roda Verheyen (RAe Günther, Hamburg) teil. Dr. Georg Winter, der Stifter und einer der Gründer des Netzwerkes Rechte der Natur wird auch dabei sein. Nach dem fachlichen Teil wird die Veranstaltung mit einem Buffet und der Möglichkeit zum Austausch ausklingen. Anmeldungen bitte unter heinrich@winter-stiftung.de oder telefonisch unter 040-4907 1204 (Gesa Heinrich).
Die neu gegründete „Winter Stiftung für Rechte der Natur“ fördert dauerhaft das Engagement für eine umweltgerechte Weiterentwicklung der Rechtsordnung mit dem Ziel eines besseren Schutzes von Pflanzen und Tieren. Sie zielt auf Erhaltung der Biodiversität ab. Der Stifter Dr. Georg Winter (Unternehmer, Jurist, Umweltpionier, Träger des Deutschen Umweltpreises) überführt das HAUS DER ZUKUNFT in Hamburg (www.haus-der-zukunft-hamburg.de) aus seinem Familieneigentum in das Stiftungsvermögen. Auf diese Weise ist sowohl die Zukunft des Hauses als Kompetenzzentrum für Umwelt und Wirtschaft sichergestellt als auch die dauerhafte Finanzierung des Stiftungszweckes möglich.
Den Hague, 10.12.2018. Siebzig Jahre nach der Verabschiedung der Menschenrechte, kommen überall auf der Welt Menschen zusammen, um an sie zu erinnern. Das erste "Internationale Earth Trusteeship Forum" in Den Haag - eine internationale Allianz von Umweltschutz- und Umweltrecht-Initiativen - machen bei ihrem Launch der "Hague Declaration" im "Peace Palace" darauf aufmerksam, dass die Zerstörung der Natur die Menschenrechte gefährdet. Nur wenn die Natur erfolgreich geschützt wird, können Menschenrechte gewährleistet werden.
Eine ausführliche Gesamtschau auf das Symposium «Rechte der Natur – Menschenrechte – Biokratie» / «Nürnberg Nachhaltig – natürliche Ressourcen und Rechte der Natur», das am 9. und 10. November 2017 in Ottensoos und Nürnberg stattfand, ist nun erschienen. Der Bericht, den Dr. Jörg Leimbacher verfasste, geht zusammenfassend auf beide Tage und alle Beiträge ein. Hier geht es zum Donwload.
Nürnberg, 10. November 2017. Mit einer Grundsatzrede sprach sich Dr. Georg Winter im Nürnberger Rathaus für die Rechte der Natur aus, und konkretisierte seine Vorschläge zur Umsetzung. Er sprach sich dezidiert für die Durchsetzung der Überlebensinteressen aller Lebewesen als Rechtsanspruch gegenüber dem Menschen aus. Nur so könnten Nachhaltigkeit und Klimaschutz die erforderliche Dynamik entfalten.
Am Rande der ELGA Gründung in SIENA entstanden eine Reihe von Interviews. Das nachfolgende Gespräch mit Prof. Klaus Bosselmann, beleuchtet die Rolle des Rechts und die Einflüsse denen es unterliegt.
Prof. Volker Stahlmann, Kulturbahnhof Ottensoos organisiert in Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg die Tagung Rechte der Natur/Biokoratie und die Menschenrechte.
Zu einem ausführlichen ersten Gespräch und Meinungsaustausch über das Thema „Rechte der Natur/Biokratie“ trafen sich am 28. August Prof. Klaus Bosselmann und Dr. Georg Winter im HAUS DER ZUKUNFT. Für die beiden Pioniere der Nachhaltigkeit und des Umwelt- und Naturschutzes war es die erste persönliche Begegnung. Am Ende des Gespräches wurden erste Ansatzpunkte für eine langfristige Zusammenarbeit verabredet. Dr. Winter sagte eine aktive Unterstützung des HAUSES DER ZUKUNFT für die Versammlung zur Gründung von ELGA zu, die für den 12. und 13. Oktober in SIENA geplant ist.
Wir brauchen nicht noch mehr Umweltgesetze, sondern wir müssen das Primat der Natur anerkennen, sie als Rechtssubjekt achten, wenn wir die Transformation in eine Postwachstumsgesellschaft mit weniger Umweltverbrauch schaffen wollen, denn: „wer Rechte hat wird geachtet, wer keine Rechte hat, wird verachtet.