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In „Wachstum in den Grenzen der Natur“ hinterfragt Christine Ax die gängige Vorstellung (Definitionen) von Wachstum und stellt Wachstum in den Kontext der ökologischen Tragfähigkeit. Dabei steht die Natur als Voraussetzung von dauerhaftem Wohlstand und Wachstum im Vordergrund. Denn die Kombination von Klimawandel, Ressourcenknappheit und Artensterben erfordert andere Wirtschaftsprinzipien.
Der Fokus liegt auf Wohlstand in den Grenzen der Natur. Ax greift auf das Modell der „Donut-Ökonomie“ (Raworth), auf Vorschläge des Umweltökonomen Hans Immler, des Öko-Architekten Bengt Warne, der Caring Economy (Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften), der „Performance-Gesellschaft“ (Walter Stahel/Schmidt-Bleek/Ax) und Tim Jackson zurück. Außerdem stützt sie sich auf die Analysen und Vorschläge von Ax und Hinterberger in ihrem Buch „Wachstumswahn“ (2014).
Ax plädiert dafür, dass eine Wirtschaft soziale Gerechtigkeit und ökologische Grenzen miteinander in Einklang bringt.
Ihr programmatischer Text kritisiert veraltete, aber immer noch verwendete Messverfahren und einen Wachstumsbegriff, der Natur als kostenloses Gut betrachtet. Sie zeigt auf, dass es Alternativen gibt und dass wahres und dauerhaftes Wachstum nur dort stattfinden kann, wo es die Natur fördert und soziale Bedürfnisse erfüllt.
Der „Donut“ ist ein Leitmodell und eine notwendige Inspiration. Er stellt sicher, dass niemand unter die soziale Untergrenze fällt, dass die planetaren Grenzen nicht überschritten werden und dass Wachstum an den Grenzen möglich ist.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Landnutzung. Ax plädiert für ein radikales Umdenken in der Art und Weise, wie Räume gestaltet, genutzt und geschützt werden. Es geht nicht um ein Wachstumsverbot, sondern um eine Fokussierung auf Wachstum, das Leben unterstützt und die Natur regeneriert.
Denn aus vielen guten und bekannten Gründen sollte nur noch wachsen, was so klimaneutral wie möglich hergestellt wird und den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft entspricht. Bestehende Ressourcen müssen effizienter genutzt werden, und zusätzliche Flächen sollen nicht beansprucht werden. Eigentlich ist nicht nur schon (fast) alles da, was wir brauchen, sondern auch genug für alle. Vor allem liegt das Problem in der Verteilung, das der Kapitalismus alleine nicht lösen kann.
Ax geht es nicht nur um eine fundierte Kritik am bisherigen Wirtschaftssystem, sondern auch um konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine gerechtere und ökologisch verträgliche Zukunft. Dem Staat kommt dabei (ganz im Sinne von Mazzucatos Plädoyer für einen „missionsorientierten Staat“) die Aufgabe zu, diesen Transformationsprozess in Angriff zu nehmen und zu steuern.
Laut Ax braucht die Gesellschaft ein Wachstum, das nicht länger auf der Ausbeutung und Zerstörung der Natur beruht, sondern auf der Bewahrung und Regeneration der natürlichen Lebensgrundlagen und der Rechte der Natur auf Leben und Wiederherstellung.
In dieser Vision ist Wachstum kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen – im Einklang mit den planetaren Grenzen.
Das Buch wählt bewusst eine positive Perspektive auf Wachstum, weil an vielen Orten noch viel Gutes wachsen kann, darf und sollte.
Fehlendes Wirtschaftswachstum (im BIP gemessen) darf auf keinen Fall als Vorwand hergenommen werden, um den zerstörerischen Weg, den die Wirtschaft derzeit einschlägt, weiter fortzusetzen.
Die Rechte der Natur anzuerkennen, ist mit der Art und Weise, wie Wirtschaft heute wächst, nicht vereinbar.
Wir können es besser.
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